Hunde - Not - Felle

Pflegestellen gesucht...

 

Möchten Sie Pflegestelle sein?

als Privatperson ist man in Sachen Tierschutz ausschließlich „ehrenamtlich“ und auf eigene Rechnung tätig, hierfür gibt es keine Bezahlung, aber die Gewißheit einem Tier das Leben gerettet oder in großer Not geholfen zu haben. 

Würden Sie sich als „Pflegestelle“  engagieren wollen, würde ich Sie bitten nachfolgende Informationen zu lesen und erst dann eine Entscheidung zu treffen.

Sollte Ihre Entscheidung dann positiv ausfallen –freu ich mich um so mehr.

Was ist die Aufgabe einer Pflegestelle?

Eine Pflegestelle nimmt ein Tier für einen gewissen Zeitraum, meist bis bis zur Endvermittlung in Pflege in private Pflege. Da ich über keine Tierheim verfüge – und es auch nicht im Sinn der Tiere ist sie in deutschen Tierheimen unter zu bringen, versuche ich sie in private Pflegestellen bis zur Endvermittlung – wo sie Liebe und Geborgenheit kennen lernen dürfen - unter zu bringen.

Welche Voraussetzungen muss eine Pflegestelle erfüllen?

Bedenken Sie, dass Tiere die aufgenommen werden oft eine eine schlimme Vergangenheit hinter sich haben. Als ungeliebte Straßenhunde wurden sie nicht selten misshandelt, gequält, ohne Futter und Wasser alleine gelassen, oderverfolgt – eben verhaßte Streuner. Deshalb sollte sichergestellt sein, dass eine Pflegestelle, der ein Tier anvertraut wird, über die Möglichkeiten einer artgerechten Betreuung und Pflege verfügt, als auch notwendige Sachkenntnis hierfür besitzt. So kann man zum Beispiel keine große Dogge in einem ein Zimmer Appartement unterbringen oder ein pflegebedürftiges Tier, welches intensive Betreuung benötigt, jemanden überlassen, der berufstätig und längere Zeit außer Haus ist. So ist bei der Aufnahme von Hunden eine Voraussetzung, dass ein vorhandener Garten entsprechend abgesichert sein muß, so dass ein scheuer Hund nicht entweichen kann, usw. Es müssen also sowohl die räumlichen als auch sachkundige Voraussetzungen erfüllt sein.                              Weiterhin müssen alle Familienmitglieder mit der Aufnahme und Betreuung eines Tieres einverstanden sein. Sie, als auch Ihre Familienmitglieder müssen frei von Tierhaarallergien sein. Wenn Sie Mieteigentum bewohnen, muss der Vermieter natürlich einverstanden sein, dass Sie als Pflegestelle tätig sind. Haben Sie Kinder, so muss gewährleistet sein, dass die Tiere (die oftmals in der Anfangsphase sehr viel Ruhe benötigen) durch die Kinder nicht gestresst oder als Spielzeug angesehen und behandelt werden. Tierliebe, Verständnis, Geduld, Zeit, Erreichbarkeit sowie gesunder Menschenverstand der Betreuerin / des Betreuers sind absolut unabdingbare Voraussetzungen.

Welche Kosten entstehen der Pflegestelle?

Ich versuche natürlich weitestgehend entstehende Kosten abzudecken, damit einer Pflegestelle durch die Betreuung eines „Schützlings“ nicht noch größere zusätzliche Belastungen entstehen. So werden abgesprochene Tierarztkosten in Bezug auf den Pflegling übernommen bzw. wird nach Absprache notwendiges Equipment zur Verfügung gestellt. Jedoch hat die Praxis gezeigt, dass einer Pflegestelle auch noch weitere Kosten (Telefon-, Fahrtkosten, etc.) entstehen, die in einer Abrechnung keine Berücksichtigung finden können.                     Sollte es der Pflegestelle nicht möglich sein, die Futterkosten selbst zu tragen, werde ich diese nach Absprache ebenfalls für die Dauer der Pflege übernehmen.

Sind Pflegestellen über den Verein versichert?

Ich bin in Besitz einer Hundehalterhaftpflicht... Die Versicherung übernimmt jedoch keine Haftung bei eigenverschuldeten Schäden (z.B. bei Verletzung der Aufsichtspflicht).                                                       Evtl. Schäden im Haushalt der Pflegestelle kann von mir nicht übernommen werden.

Welche Verpflichtungen deht eine Pflegestelle ein?

Zunächst haben Sie die volle Verantwortung über das Ihnen anvertraute Tier, dessen fachkundige Pflege, Betreuung, Versorgung und Unterbringung. Das die bestehenden Tierschutzgesetze, Haltungs - Richtlinien, Empfehlungen, etc. eingehalten werden müssen, versteht sich sicherlich von selbst.                                    Vorrangig ist aber in jedem Falle immer die Sicherheit für den Menschen, also für Sie, Ihre Familie und alle Menschen die mit dem Tier in Kontakt kommen. Im Hinblick auf die Unberechenbarkeit mancher Tiere ist natürlich auch immer äußerste Wachsamkeit geboten, so dürfen Pflegehunde auch nicht ohne Leine ausgeführt werden, es sei-das Grundstück ist komplett eingezäunt.

Ist mit eigenen Haustieren die Aufnahme von Pflegetieren möglich?

Grundsätzlich ja, man sollte jedoch bedenken, dass jeder (tierische) Gast zunächst Unruhe und Stress bei Ihrem Tier erzeugen kann (Eifersucht, Keilereien, usw. sind dann die Folge).

Wie lange verbleibt ein Tier in der Pflegestelle?

Bis dieses letztendlich ein passendes und festes Zuhause bei einem tierlieben Menschen gefunden hat. Wie lange das dauern kann, lässt sich vorab nie sagen. Welpen werden oft sehr schnell vermittelt, ältere, kranke oder behinderte Tiere bleiben oft länger in der Pflegestelle. Bevor Sie einen Hund zur Pflege aufnehmen, sollten Sie prüfen, ob er evtl. für Monate bei Ihnen bleiben kann, denn ein Wechsel ist für den Hund, der vielleicht gerade Vertrauen gefasst hat, ein Rückschlag.

Was ist, wenn die Pflegestelle sich nicht mehr un das Tier kümmern kann?

Eine für mich schlimme Situation entsteht, wenn die Pflegestelle signalisiert, dass Sie die Betreuung für ein aufgenommenes Tier vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr übernehmen kann.                                    Meist steht keine passende Ersatzpflegestelle zur Verfügung und im schlimmsten Falle droht dann dem Tier ein Aufenthalt in einer Tierpension.                                                                                                       Informieren Sie mich daher bitte rechtzeitig (einige Wochen im voraus), wenn das Tier wieder zu mir zurück muss, damit auch wir entsprechend planen können.

Darf ein anvertrautes Tier an eine dritte Person weitergegeben werden?

Nein! Das Ihnen anvertraute Tier darf ohne schriftliche Zustimmung von mir /des Vereins auf keinen Fall Dritten zur Haltung und Pflege überlassen werden.

Kann die Pflegestelle die Halterschaft eines Tieres für immer übernehmen?

Hier gelten für die Pflegestelle die gleichen Regeln, wie für jeden anderen Interessenten.                             Eine Übernahme der Halterschaft durch die Pflegestelle ist mit Unterzeichnung eines Abgabevertrages möglich, sofern die Zustimmung von mir/dem Vereins vorliegt.

Was geschieht, wenn ein Ihnen anvertrautes Tier erkrankt oder sich verletzt?

Sollten sich Anzeichen zeigen, dass das Ihnen anvertraute Tier erkrankt, ist die Pflegestellenbetreuung umgehend davon zu informieren, entsprechende Maßnahmen werden sofort getroffen.                                                                                                                                         Keinesfalls darf die Pflegestelle auf eigene Entscheidung hin einen Tierarzt ihrer Wahl beauftragen.                 Diese Vorgehensweise hat nichts mit Misstrauen gegenüber der Pflegestelle zu tun. Ich habe eine  Vereinbarungen mit Tierärzten meines Vertrauens geschlossen. Hier werden die Tiere bevor sie in die Pflegestelle kommen schon  untersucht und alle relevanten Daten des Tieres sind dort gespeichert (Blutbild, etc.). Das bedeutet, dass im Bedarfsfalle vorrangig bei diesen Tierärzten nachzufragen ist, um eine optimale Diagnose und Behandlung sicherzustellen. Tritt ein Notfall ein, der das Leben des Tieres akut bedroht, sei es durch Verletzung, Gift oder eine plötzlich auftretende, lebensgefährliche Erkrankung, ist die Pflegestelle dazu verpflichtet, mit dem Tier sofort den nächstliegenden Tierarzt aufzusuchen.

Wie funktioniert die Vermittlung / Abgabe eines Pfleglings?

Die Tiere werden sobald diese für eine Abgabe geeignet sind im Internet und den Medien ausgeschrieben, damit sich verantwortungsbewusste Tierfreunde melden um unseren Schützlingen lebenslang ein festes und gutes Zuhause zu geben. Dabei wird in der Regel nach Absprache die Rufnummer der Pflegestelle bereits mit aufgeführt, damit sich Interessenten direkt mit dieser in Verbindung setzen können, um bestmögliche Informationen über das Tier zu erfahren. Der nächste Schritt nach einer terminlichen Absprache, ist der Besuch des Interessenten bei der Pflegestelle, um das Tier kennenzulernen. Hier kann durch die Pflegestelle bereits eine erste Einschätzung erfolgen. Ist der Interessent der geeignete Halter für unseren Hund?                         Verläuft alles zur Zufriedenheit und die Pflegestelle hat den Eindruck, dass es sich um einen geeigneten Tierhalter handelt, wird ein Besuch bei dem zukünftigen Halter vereinbart. Prinzipiell erfolgt eine Abgabe des Tieres erst nach einer Vorkontrolle durch einen erfahrenen „Vorkontrolleur“, sowie nach Unterzeichnung unseres Schutzvertrages, sowie Überweisung der Schutzgebühr.

Darf die Pflegestelle ein ihr anvertrautes Tier selbst vermitteln?

Hat die Pflegestelle in Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis für das Ihr in Pflege anvertraute Tier Interessenten gefunden, so kann natürlich eine Vermittlung der Halterschaft (Tiere des Vereins bleiben lebenslang dessen Eigentum) direkt durch die Pflegestelle erfolgen. Dies erfordert jedoch unbedingt die vorherige Zustimmung von mir/des Vereins. Es gelten jedoch auch hier die vereinsüblichen Vorgehensweisen, wie Vorkontrolle bei dem neuen Halter, der Abschlusses eines Schutzvertrages, Entrichtung der Schutzgebühr, usw.

Welche Informationen erhält die Pflegestelle über das Tier?

Natürlich alle Informationen, die auch dem Verein bekannt sind. Bei Abgabe von Tieren an den Verein als auch bei aufgenommenen Straßenhunden, werden – soweit möglich - alle nur möglichen Informationen erfragt werden. Da unsere Schützlinge jedoch in den meisten Fällen ausgesetzte Tiere sind, wissen wir nicht gerade viel über sie. Es ist aber auch schon von großer Bedeutung, zu wissen, wie und in welchem Zustand man sie wo gefunden hat.

Sonstiges

Eine Pflegestelle sollte nach Möglichkeit eigenverantwortlich, selbständig und immer zum Wohle eines Tieres handeln. Bedenken Sie jedoch, dass es auch andere Einflüsse zu beachten gibt. So verfügt ich nicht über unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten, um bei einer Versorgung und Betreuung immer das tun zu können, was man sich gerne wünschen würde. Das bedeutet, dass man auch schon mal Zugeständnisse machen und Kompromisse eingehen muss. Auch ist die Aufnahmekapazität immer ein Problem, so dass eine Unterbringung eines Tieres bei einem Pflegestellenwechsel (zum Beispiel bei Urlaub, Krankheit, etc.) nicht kurzfristig erfolgen und zu Problemen führen kann. Natürlich wird eine Pflegestelle nicht alleine gelassen, sowohl ich/der Verein als auch eine Pflegestellenbetreuung ist immer ansprechbar und wird, wenn erforderlich, natürlich helfen.                      Es würde mich sehr freuen, wenn ich mit Ihnen eine weitere Pflegestelle für unseren Verein finden konnte, damit Tieren in Not geholfen werden kann. Vielen Dank.